Niederlage, Abstieg und Abschied
Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag war klar. Ein Sieg gegen Bethlehem war Pflicht, um sich in eine gute Ausgangslage für den Ligaerhalt zu bringen. Ein Unentschieden könnte auch reichen, bei einer Niederlage wäre der Abstieg so gut wie besiegelt gewesen. Trotz riesigem Kampfgeist und einer einmal mehr großartigen Einstellung mussten die Frauen aber anerkennen, dass der FC Bethlehem an diesem Abend zu stark war und verdient mit 3:0 gewann.
Das Spiel startete ausgeglichen. Beide Teams waren hochmotiviert und wollten zu Beginn der Partie keinen unnötigen Fehler begehen. Die Gäste aus dem Emmental hatten die ersten Möglichkeiten, kamen aber nicht zwingend vors Tor. Auf der anderen Seite reichte Bethlehem nach knapp zehn Minuten eine Halbchance, um in Führung zu gehen. Über die linke Seite setzte sich eine Gegnerin durch, spielte den Ball zur Mitte und die Stürmerin traf den Ball nicht richtig. Dieser rollte aber in Richtung langer Pfosten und auch Karpf konnte die Führung des Heimteams nicht mehr verhindern. Die Frauen aus Langnau und Zollbrück wollten auf den Rückstand reagieren. Es gelang aber bei weitem nicht so gut, wie das noch am Wochenende gegen Thun der Fall war. Die beste Möglichkeit auf den Ausgleich bot sich Wasser, welche aus gut 18 Metern aus der Drehung abzog. Die gegnerische Torspielerin war aber hellwach und parierte den Abschluss gekonnt. Kurz vor der Pause spielten die Frauen aus Bern dann noch einen Konter sauber zu Ende und konnten so auf 2:0 erhöhen.
Nach der Pause wollten es die Oberemmentalerinnen noch einmal wissen. Sie warfen alles rein, was sie noch hatten, aber es sollte heute einfach nicht genug sein. Bethlehem beflügelt von einer starken Rückrunde und dem Vorsprung, spielte diese Partie clever zu Ende. Ein Konter in der Schlussphase der Partie besiegelte die Niederlage und den Abstieg in die 3. Liga.
Die Enttäuschung nach dem Spiel war riesig. Die Resultate wollten in dieser Saison einfach nicht kommen. Zu viele Spiele hatte man unnötig verloren oder nicht gewonnen und so war der Druck in den letzten Spielen dann vielleicht doch etwas zu gross, um die Wende noch herbeizuführen. Ich habe aber gesehen, was es den Spielerinnen bedeutet, und ich bin mir sicher, dass das Team in der nächsten Saison stärker sein wird und wieder voll bereit ist, um vorne mitzumischen.
Ich verabschiede mich nach 7.5 Jahren als Trainer dieses unglaublichen Teams. Es war eine wunderbare Zeit und ich wünsche meinem Nachfolger Adrian Nyffenegger in Zukunft nur das Allerbeste. Ich bin stolz auf jede Einzelne von euch und freue mich in Zukunft die Spiele aus Fan Sicht zu geniessen.
FC Bethlehem Bern – FC Langnau 3:0 (2:0)
Brünnen, Bern – Hauptplatz, 100 ZuschauerInnen
FC Langnau: Karpf, Locher (46' Jakob), Kipfer, Baumgartner, Eggimann (60' Hofer), Zürcher, Reinhard, Burkhard (46' Hofstetter), Lüthi D. (80' Locher), Wasser (65' Gerber)
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