11 Spiele – 26 Punkte, Tabellenrang 1 und somit „Herbstmeister“ in der Gruppe 4. Zudem „überwintert“ der FCL im Berner Cup und steht in der 5. Runde. Die 1. Mannschaft des FC Langnau darf auf eine erfreuliche Vorrunde zurückblicken. Das Fanionteam präsentierte sich in der ersten Hälfte der Saison 17/18 deutlich stabiler als in den vergangenen Spielzeiten. Gründe für diese „Momentaufnahme“ gibt es viele zu nennen.

 

Ausgeglichenheit der Liga

Während in den vergangenen Jahren bereits zur Winterpause das Rennen um Platz Eins meist vorentschieden war, lassen in dieser Saison auch die „Ligakrösusse“ Zollbrück, Roggwil und Herzogenbuchsee regelmässig Punkte liegen. Ärgerliche Punktverluste wie in den Partien gegen Utzenstorf und Roggwil fielen dadurch weniger stark ins Gewicht. Das Rennen um Platz Eins bleibt spannend wie lange nicht mehr.

 

Breite des Kaders

Im Gegensatz zu den Vorjahren hatten die Oberemmentaler in dieser Saison kaum Verletzte zu beklagen. Trainer Reto Flückiger sah sich zum ersten Mal seit langer Zeit mit dem „Luxusproblem“ konfrontiert, einzelne Akteure nicht in den Kader für die Meisterschaftspartien nominieren zu können. Die gute bis sehr gute Trainingspräsenz (regelmässig waren um die 20 Feldspieler anwesend) ermöglichte eine konstant hohe Trainingsqualität, was sich positiv auf die Resultate in der Meisterschaft und im Berner Cup auswirkte.

 

Beste Offensive der Liga

Mit der Rückkehr von Liridon Gashi gewann die Offensivabteilung deutlich an Qualität. 16 Treffer aus 9 Partien sprechen eine deutliche Sprache. Auch Astrit Krasniqis „Heimkehr“ belebte die Offensive merklich. Insgesamt konnten in 11 Spielen 34 Treffer erzielt werden, was einem Schnitt von über 3 Toren pro Spiel entspricht. Das beim letztjährigen Topscorer Marcel Stadler (17 Treffer) der Knoten in dieser Saison noch nicht geplatzt ist, fällt daher weniger stark ins Gewicht.

 

Stabile Defensive

„Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Meisterschaften“. So lautet eine weitverbreitete Fussballweisheit. Das die Oberemmentaler nicht nur aufgrund ihrer guten Torausbeute auf dem vorläufigen Leaderthron sitzen, verdanken sie zu einem grossen Teil auch ihrer stabilen Defensive. Einzig Herzogenbuchsee hat einen Treffer weniger kassiert als der FCL. 15 Gegentore in 11 Spielen bedeuten eine solide, aber keineswegs überragende Bilanz. Das dies trotzdem für den ersten Tabellenrang reicht, verdeutlicht die Ausgeglichenheit der Liga.

 

„Langer Atem“

In engen Partien hatten die Langnauer nicht selten den „längeren Atem“. Gegen Langenthal, Herzogenbuchsee und Zollbrück konnte jeweils ein Rückstand in der Schlussphase des Spiels noch in einen Punktgewinn umgewandelt werden. Die gute körperliche Verfassung verdanken die Spieler zu einem grossen Teil Fitness-Guru und Super League Assistenz-Schiedsrichter Sertac Kurnazca, der das Team während der Sommerpause fit gemacht hat.

 

Fortschritte des Teams

Zwar ragt Liridon Gashi als Goalgetter aus dem Kollektiv heraus, den Erfolg nur an seiner Person festzumachen, würde aber zu kurz greifen. Ein Grossteil der Mannschaft (inkl. Trainerteam) blieb in den letzten Jahren – trotz sportlich schwierigen Phasen – zusammen und konnte sich positiv entwickeln. Der Kern der Mannschaft befindet sich langsam im „besten Fussballalter“ (26-30). Mit Janis Stalder und Florian Niederhauser kamen zudem zwei junge (Jg. 2000) und hoffnungsvolle Akteure hinzu, die viel frischen Wind ins Team bringen. Die konstanten Leistungen der Vorrunde sind nicht zuletzt die Folge eines „Reifeprozesses“ eines jeden einzelnen Spielers. Zwar überzeugte die Mannschaft auch in der Vergangenheit zumindest phasenweise, konnte aber in entscheidenden Momenten nicht die nötige Cleverness und Souveränität an den Tag legen. Diesbezüglich konnten in der Vorrunde 17/18 deutliche Fortschritte erzielt werden.

 

Ausblick

Wie muss, darf oder kann der Tabellenplatz Eins zur Winterpause eingeschätzt werden? Zwar war die Zuversicht vor der Saison gross, damit gerechnet haben jedoch sowohl Trainer als auch Spieler nicht. Die Mannschaft ist sich nach sportlich schwierigen Jahren bewusst, dass es sich um eine Momentaufnahme handelt. Getreu dem Motto „Wenn’s läuft, dann läufts“, lief bisher in der Tat Einiges zugunsten der Oberemmentaler. Gerade in engen Partien hatte der FCL auch das nötige Wettkampfglück auf seiner Seite. Dennoch gilt es festzuhalten, dass nach wie vor Luft nach oben vorhanden ist. Das Selbstvertrauen ist durch die erfolgreiche Vorrunde gestiegen. Wenn die eigene Leistung stimmt, kann jeder Gegner der Gruppe bezwungen werden. Lässt man aber Tugenden wie Lauf- und Zweikampfbereitschaft, Aggressivität und Leidenschaft vermissen, ist man in dieser Gruppe chancenlos. Durch eine intensive Vorbereitungsphase ab Januar 18 will sich das Team die nötigen Grundlagen – gerade im physischen Bereich – für die zweite Saisonhälfte erarbeiten. Ein mehrtägiges Trainingslager im Schwarzwald rundet die Vorbereitung ab, bevor der Meisterschaftsbetrieb Ende März 18 wieder startet. Leider in der Rückrunde nicht mehr dabei sein wird Raphael Marquart. Der Sportstudent aus Graubünden hat sein Studium an der Uni Bern abgeschlossen und verlässt den Verein aus beruflichen Gründen. Der FC Langnau bedankt sich bei Raffi für seinen Einsatz in den letzten Jahren.

 

Dank

An dieser Stelle gilt es allen Leuten, die im und um den Verein ihren Teil zu dieser erfolgreichen Vorrunde 17/18 beigetragen haben, zu danken. Dem Trainerteam Reto Flückiger und Martin Wermuth, Fitness-Guru Sertac Kurnazca, dem Präsidenten Uele Neuenschwander, Sportchef Mike „Mitch“ Oberli, dem Verantwortlichen Spielbetrieb Rolf Rothenbühler, Speaker Björn Siegenthaler, Platzwart Uele Aeschlimann, FC-Beizer Slavko Hain und Bruno Rentsch und allen treuen Fans, die das Team während den Heim- und Auswärtsspielen unterstützt haben. Danke! Ohne euch ginge es nicht!

Die 1. Mannschaft freut sich auf eine erfolgreiche Rückrunde!

 

Florian Peverelli, Kapitän 1. Mannschaft

Hart erkämpfter Sieg in Oberburg

 

In einer kampfbetonten Partie behält der FC Langnau die Oberhand und gewinnt in Oberburg letztlich verdient mit 4:2.

Es gibt im Spätherbst angenehmere Aufgaben, als auswärts in Oberburg anzutreten. Auf dem engen und holprigen Terrain „stolperten“ schon einige Teams, was den FC Blau Weiss Oberburg zu einem äusserst unangenehmen Gegner macht. Die Langnauer, welche ihrerseits auf den gesperrten Goalgetter Liridon Gashi verzichten mussten, starteten fahrig in die Partie. Gezwungen, mehrheitlich mit langen Bällen zu agieren, behagte den spielstarken Gästen sichtlich nicht. Bis auf Stadlers Lattenknaller nach 10 Minuten hatte der Leader in der Startphase offensiv wenig anzubieten. Vielmehr waren es die Hausherren, welche die Mehrheit der Zweikämpfe im Mittelfeld gewannen und über die schnellen Flügelspieler immer wieder für Torgefahr sorgen konnten. Es entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes, äusserst umkämpftes Spiel, mit leichten Vorteilen für das Heimteam. In der 34. Minute ging BWO nicht unverdient durch einen sehenswerten Freistoss in Führung. Vorausgegangen war ein unnötiges Foulspiel an der Strafraumgrenze. Die Oberemmentaler fanden in der Folge etwas besser in die Partie und konnten vermehrt Druck aufs Oberburger Gehäuse ausüben. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang dem aufgerückten Ramseier nach einem Corner der wichtige 1:1-Ausgleichstreffer.

Nach der Pause waren es die Gäste, welche den besseren Start erwischten. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff war es Peverelli, der mittels direkt verwandelten Freistoss den FCL erstmals in Führung bringen konnte. Kaum hatte der Unparteiische das Spiel wieder freigegeben, brannte es bereits wieder im Langnauer Strafraum. Einen Zusammenstoss zwischen einem Oberburger Angreifer und Keeper Künzi taxierte der Schiedsrichter als Foulspiel und entschied auf Elfmeter. Den nicht allzu platzierten Strafstoss konnte Künzi jedoch parieren. Dieser „Weckruf“ zeigte auf Seiten der Langnauer sichtlich Wirkung. Sie dominierten fortan das Spiel und erspielten sich mit den Einwechslungen frischer Offensivkräfte immer wieder gute Torchancen. Sopa scheiterte nach einer Stunde Spielzeit mit einem Weitschuss am Pfosten. In der 68. Minute wurde Krasniqi ideal von Sopa lanciert und traf trocken zum 3:1. Nun schien die Oberburger Gegenwehr langsam nachzulassen. Heiniger erhöhte in der 74. Minute gar auf 4:1. Weitere Grosschancen wurden in der Folge liegen gelassen, was aufgrund der beruhigenden Drei-Tore-Führung nicht weiter ins Gewicht fiel. Der FCL hatte das Geschehen nun im Griff und verwaltete den Vorsprung mit einer starken Kollektivleistung geschickt. Erst zwei Minuten vor Schluss verkürzte BWO noch auf 2:4. Mehr als Resultatkosmetik war dieser Treffer aber nicht mehr.

 

Fazit

Es war das erwartet schwere Spiel. Besonders in der ersten Halbzeit tat sich der FC Langnau ungemein schwer und agierte zu wenig zwingend. Erst nach der Pause konnte der Druck erhöht werden und letztlich ein umkämpfter, aber verdienter Sieg eingefahren werden. Mit diesem Vollerfolg sichern sich die Oberemmentaler bereits ein Spiel vor Abschluss der Vorrunde vorzeitig den „Herbstmeistertitel“. Im abschliessenden Spiel am kommenden Sonntag, 5. November (12:30) in Kirchberg gilt es mit höchster Konzentration die sehr erfreuliche Vorrunde mit einem weiteren Sieg abzurunden. Ein Fehltritt gegen den Tabellenletzten würde die Bilanz empfindlich trüben.

 

Telegramm: FC Blau Weiss Oberburg – FC Langnau 2:2 (1:1) 

Emme Oberburg. – 80 Zuschauer.

Tore: 34. 1:0. 44. Ramseier 1:1. 46. Peverelli 1:2. 68. Krasniqi 1:3. 74. Heiniger 1:4. 88. 2:4.

Langnau: Künzi; Peverelli, Ramseier, Stalder, Hug (75. M. Hofer), Sopa (76. Meier), Cavallaro, Haldemann (80. Roth), Reber (65. Krasniqi), Heiniger, Stadler (55. B. Hofer).

Bemerkungen: Langnau ohne Gashi (gesperrt), Ritschard (verletzt), Hulliger (Privat), Niederhauser und Marquart (nicht im Aufgebot). Beutler und Perren (nicht eingesetzt).

Verdienter Sieg im neuerlichen Spitzenkampf

 

Der FC Langnau setzt sich im Spitzenduell beim FC Herzogenbuchsee verdient mit 2:1 durch und behauptet weiter die Tabellenspitze.

Nach der unglücklichen Niederlage auf heimischen Terrain gegen den Tabellenzweiten FC Roggwil vor Wochenfrist stand für die Mannschaft von Reto Flückiger gleich der nächste Härtetest bevor. Mit dem FC Herzogenbuchsee trafen die Oberemmentaler auf einen der Topfavoriten der Gruppe. Der FCL kann personell aktuell aus dem Vollen schöpfen, so dass gleich mehrere Akteure keinen Platz im 18-Mann-Kader fanden. Ein „Luxusproblem“ und somit mitentscheidend dafür, warum der FC Langnau aktuell auf einer Erfolgswelle reitet. Gewillt, eine Reaktion auf die erste Saisonneiderlage zu zeigen, traten die Langnauer zu diesem wichtigen Spiel an. Die Startphase war geprägt vom gegenseitigen Respekt der beiden Mannschaften. Das Spielgeschehen fand hauptsächlich im Mittelfeld statt, Torchancen waren in der Startviertelstunde Mangelware. In der 17. Minute verpassten die Gäste eine erste ausgezeichnete Möglichkeit zur Führung. Nach einem Handspiel zeigte der Unparteiische folgerichtig auf den Punkt. Peverelli sah seinen Elfmeter jedoch vom Keeper pariert. Nur wenige Minuten später machten es die Hausherren vor dem Langnauer Gehäuse besser. Mit der ersten richtigen Torchance erzielte „Buchsi“ das 1:0. Nun war der Spitzenkampf so richtig lanciert. Langnau liess sich vom Gegentreffer nicht beirren, spielte weiter nach vorne und kam durch schnelle Angriffe über die Flügel immer wieder in die Nähe des Heimtores. In der 36. Minute war es Reber, der nach schönem Zuspiel Sopas zum 1:1 ausgleichen konnte. Mit diesem leistungsgerechten Remis ging es in die Pause.

Nach der Pause übernahmen die Langnauer das Spielgeschehen. Durch ein hohes Pressing setzten sie den Gegner immer wieder unter Druck und zwangen ihn zu Fehlern. Allerdings verteidigte die Hintermannschaft Buchsis unter der Regie von Ex-Thuner Thomas Reinmann weiterhin souverän und vereitelte die Oberemmentaler-Angriffe spätestens vor dem eigenen Sechzehnmeterraum. Nach einer Stunde Spielzeit verpasste Hug nach einem Ballgewinn in der offensiven Zone den 2:1-Führungstreffer nur knapp. In der 78. Minute war es dann – einmal wieder – an Goalgetter Gashi, die Partie zu entscheiden. Die Langnauer Nr. 77 antizipierte einen zu kurz geratenen Rückpass der Buchsi-Hintermannschaft ideal und schob den Ball am herausstürmenden Schlussmann vorbei ins Netz. In der Schlussphase verteidigten die Oberemmentaler den knappen Vorsprung mit viel Leidenschaft und Kampfgeist. Kurz vor Schluss sicherte Langnau-Keeper Künzi mit einem „Bigsave“ schliesslich den hart erarbeiteten 2:1-Sieg.

 

Fazit

Der Langnauer Sieg geht aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung. Die Oberemmentaler dominierten weitgehend das Spielgeschehen, scheiterten aber immer wieder im Abschluss. Herzogenbuchsee blieb zwar stets durch Kontersituationen gefährlich, schaffte es aber nur selten, sich klare Torchancen herauszuarbeiten.

Mit diesem wichtigen Sieg im Gepäck und der Tabellenführung im Rücken tritt der FCL am kommenden Samstag (16 Uhr) im heimischen Moos zum Derby gegen den FC Zollbrück an.

 

Telegramm: FC Herzogenbuchsee – FC Langnau 1:2 (1:1) 

Waldäcker. – 180 Zuschauer.

Tore: 25. 1:0. 36. Reber 1:1. 78. Gashi 1:2.

Langnau: Künzi; Haldemann, Stalder, Ramseier, Cavallaro, Hug, Peverelli, Sopa (90. B. Hofer), Heiniger (80. Krasniqi), Gashi (83. Meier), Reber (85. Roth).

Bemerkungen: Langnau ohne Stadler, Niederhauser, M. Hofer, Perren, Marquart (alle nicht im Aufgebot). Ritschard, Beutler, Hulliger (alle nicht eingesetzt).

  1. Peverelli verschiesst Elfmeter.

Spektakuläres Emmentaler-Derby endet 3:3

 

Der FC Langnau und der FC Zollbrück trennen sich in einem spektakulären Emmentaler-Derby mit sechs Toren und zwei Platzverweisen mit 3:3.

Der Ligakrösus der vergangenen Spielzeiten FC Zollbrück blickt auf eine bisher schwierige Saison zurück und mischt aktuell nicht auf den vordersten Plätzen der Tabelle mit. Die Langnauer hatten als Tabellenführer somit zum ersten Mal seit geraumer Zeit in einem Derby die Favoritenrolle inne. Die Zollbrücker mussten an diesem Tag zudem auf diverse Stammkräfte verletzungsbedingt verzichten, während der FCL bis auf den abwesenden Spielgestalter Besfort Sopa personell aus dem Vollen schöpfen konnte. Die Rollen waren vor dem Spiel somit klar verteilt.

Wenig überraschend zogen sich die Gäste von Beginn an weit in die eigene Platzhälfte zurück und machten vor dem eigenen Sechzehnmeterraum die Räume eng. Langnau versuchte anfänglich mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, sah die Offensivbemühungen jedoch von der kompakten Defensive der Zollbrücker abgewehrt. Auch Topskorer Gashi wurde von den Gästen hauteng bewacht und konnte seine Schnelligkeit kaum entfalten. In der 20. Spielminute bekundeten die Gäste Glück, als der Unparteiische ein grobes Einsteigen gegen Gashi eines Zollbrücker Verteidigers nur mit Gelb bestrafte. Langnau blieb die spielbestimmende Mannschaft der ersten Halbzeit. Die zahlreichen Eckbälle führten aber zu keinem Torerfolg. Einer der Eckbälle hatte jedoch schmerzhafte Folgen für Zollbrücks Rindisbacher. Bei einem Zusammenprall fiel er unglücklich auf den Unterarm und musste mit einem Armbruch hospitalisiert werden. Gute Genesungswünsche an dieser Stelle! Die beste Chance der ersten Halbzeit verpasste Hofer nach einer schönen Einzelleistung in der 30. Minute. Zollbrück konnte einzig durch Stossstürmer Richter für etwas Entlastung sorgen. Gefährlich vor dem Gehäuse von Schlussmann Künzi wurde es in den ersten 45 Minuten jedoch selten. Trotz deutlich mehr Spielanteilen ging es torlos in die Halbzeitpause.

Nach der Pause sahen die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer einen etwas mutigeren FCZ. Zwar blieben die Gastgeber die Mannschaft mit mehr Ballbesitz, Zollbrück traute sich aber offensiv nun etwas mehr zu. Der erste Eckball für die Gäste führte entgegen dem Spielverlauf in der 54. Minute gleich zu einem Tor. Dem aufgerückten Luca Beutler wurden viel zu viele Freiräume gewährt, was dieser mit einem wuchtigen Kopfball zum 0:1 ausnutzte. Nun nahm die animierte Partie so richtig Fahrt auf. Langnau drückte weiter aufs Gaspedal und konnte in der 66. Minute in Person des jungen Stalders ausgleichen. Auch dieser Treffer fiel nach einem Corner. Gedanklich noch nicht bei der Sache, schlug es nur eine Zeigerumdrehung später schon wieder auf Langnauer Seite ein. Ein harmloser Ball konnte von der Abwehr nicht geklärt werden, was Stettler postwendend mit dem neuerlichen Führungstreffer für die Gäste bestrafte. Fünf Minuten später kam es gar noch dicker für das Heimteam. Der sonst stilsichere Schlussmann Künzi liess sich von einem tückischen Aufsetzer Valentin Beutlers bezwingen. Nun sah sich der Tabellenführer gar mit einem 2-Tore-Rückstand konfrontiert. Nur fünf Minuten später (77.) stellte Gashi nach einem langen Zuspiel Peverellis das Score auf 2:3. Gästekeeper Gfeller verletzte sich bei diesem Gegentreffer unglücklich an der Schulter und musste durch Brunner ersetzt werden. Die Schlussphase war geprägt von Langnauer Dauerdruck. Immer wieder kam der FCL in eine gute Abschlussposition, agierte aber auf den letzten Metern zu unpräzis. In der 90. Minute fiel der verdiente Ausgleichstreffer dann doch noch. Gashi traf aus der Drehung mit einem sehenswerten Volleyschuss ins Zollbrücker Gehäuse. Ein Tor, dass das Prädikat „Weltklasse“ verdient. In der achtminütigen Nachspielzeit ging es anschliessend drunter und drüber. Langnau versuchte mit aller Kraft den Siegestreffer doch noch zu bewerkstelligen, stellte sich dabei jedoch nicht allzugeschickt an. Doppeltorschütze Gashi liess sich nach diversen Provokationen zu einer Tätlichkeit hinreissen und sah die Rote Karte. Nur eine Minute später musste auch FCZ-Ersatztorwart Brunner nach einem Handgemenge den Platz frühzeitig verlassen. Die beiden fragwürdigen Platzverweise waren gleichzeitig der Schlusspunkt in einem höchst unterhaltsamen Derby.

 

Fazit

Die über 200 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen ein spannendes, emotionales, ja gar dramatisches Emmentaler-Derby. Erneut machte Langnau dem Gegner zu viele Geschenke und liess gleich drei Gegentreffer zu. So können enge Spiele nicht gewonnen werden. Gleichzeitig bewies der FCL nach dem 1:3-Rückstand eine tolle Moral und konnte eine Partie, in welcher nicht alles für das Heimteam lief, noch ausgleichen. Trotz deutlich mehr Spielanteilen und einem Chancenplus geht das Remis unter dem Strich in Ordnung. In den abschliessenden beiden Partien der Vorrunde muss die Mannschaft von Reto Flückiger nun beweisen, dass sie auch ohne ihre „Lebensversicherung“ Liridion Gashi bestehen können. Nächsten Samstag (17 Uhr) wartet auswärts mit dem wiedererstarkten Blau Weiss Oberburg der nächste harte Gegner auf die Langnauer.

 

Telegramm: FC Langnau – FC Zollbrück 3:3 (0:0) 

Moos. – 250 Zuschauer.

Tore: 54. L. Beutler 0:1. 66. Stalder 1:1. 67. Stettler 1:2. 72. V. Beutler 1:3. 77. Gashi 2:3. 90. Gashi 3:3.

Langnau: Künzi; Haldemann (80. Roth), Stalder, Ramseier, Cavallaro, Hug, Peverelli, Reber, Heiniger (88. Meier), Gashi, B. Hofer (80. Stadler).

Bemerkungen: Langnau ohne Sopa (Privat) Niederhauser, M. Hofer, Perren, Marquart (alle nicht im Aufgebot). Ritschard, Beutler, Hulliger (alle nicht eingesetzt).

96. Rote Karte gegen Gashi, 97. Rote Karte gegen Brunner.

Zu viele Geschenke verteilt – erste Saisonniederlage

 

Am achten Spieltag der laufenden Spielzeit muss der FC Langnau erstmals als Verlierer vom Platz. Der FC Roggwil nimmt dank einem Last-Minute-Treffer drei Punkte mit ins Oberaargau.

Erster gegen Zweiter, Langnau gegen Roggwil, diese Affiche versprach 3. Liga-Fussball für Feinschmecker. Die Partie nahm sofort Fahrt auf. Bereits in der dritten Spielminute sah sich das Heimteam mit einem Rückstand konfrontiert. Die Gastgeber zeigten sich in dieser Szene ein erstes Mal äusserst gastfreundlich und liessen nach einem Einwurf von der Seitenlinie gleich zwei Roggwiler Angreifer im eigenen Sechzehnmeterraum ungedeckt, was Pascale per Nachschuss zur frühen Führung nutzte. Langnau erholte sich von diesem Schock schnell und konnte das Spielgeschehen in der Folge ausgeglichen gestalten. Das gewünschte Kombinationsspiel liessen die kompakt stehenden Gäste kaum zu, so dass der FCL es mit langen Bällen versuchen musste, in die Nähe des gegnerischen Strafraums zu kommen. In der 17. Minute offerierte auch der Gästekeeper dem Heimteam eine erstklassige Möglichkeit zum Ausgleich, in dem er das Spielgerät länger als die erlaubten sechs Sekunden in den Händen hielt. Goalgetter Gashi nahm das Geschenk dankend an und versenkte den fälligen Freistoss in die Torecke. Der Ausgleichstreffer entsprach zu diesem Zeitpunkt dem Spielgeschehen. Beide Mannschaften spielten einen attraktiven, offensiven Fussball und konnten sich einige Torchancen erarbeiten. In der 35. Spielminute war es wiederum an den Langnauern, ein Geschenk an die Gäste zu verteilen. Der sonst stilsichere Keeper Künzi liess einen unplatzierten Schuss von Marquez unglücklich passieren. Das der Roggwiler Angreifer dabei aus einer Abseitsposition startete, blieb letztlich nebensächlich. Mit dem aus Langnauer Sicht unglücklichen Resultat von 1:2 ging es in die Pause.

Den besseren Start in die zweiten 45 Minuten erwischte das Heimteam. Der FC Langnau übernahm nun klar das Spielgeschehen, dominierte phasenweise und erspielte sich mehrere Chancen zum Ausgleich. Nur wenige Zeigerumdrehungen nach Wiederanpfiff zeigte der Unparteiische nach einem Zweikampf im Roggwiler Strafraum auf den Punkt. Gashi wurde unsaft von den Beinen geholt, der Ball hatte jedoch vorher bereits die Grundlinie überquert. Es sollte nicht der letzte Fehlentscheid des Unparteiischen bleiben. Entgegen aller Fussballweisheiten schnappte sich der gefoulte Gashi den Ball und scheiterte mit seinem Versuch am glänzend reagierenden Keeper Morf. Keine Minute später säbelte der eben noch gelobte Gästekeeper Morf erneut Gashi von den Beinen. Dieses Mal war das Verdikt „Foulpenalty“ klar. Peverelli übernahm die Verantwortung und erzielte den verdienten 2:2-Ausgleichstreffer. Nun nahm die stets faire, aber intensiv geführte Partie so richtig Fahrt auf. Langnau blieb die spielbestimmende Mannschaft, Roggwil sorgte aber immer wieder durch gefährliche Konter für Gefahr. Das Heimteam agierte in den letzten zehn Spielminuten sehr offensiv und versuchte mit aller Kraft den Heimsieg doch noch zu bewerkstelligen. Kurz vor Schluss wurde ein Prellball im Mittelfeld zur idealen Vorlage für Topskorer Gashi, als ihn der Schiedsrichter nicht zum ersten Mal an diesem Nachmittag fälschlicherweise zurückpfiff. Er hatte beim Zweikampf ein angebliches Foulspiel gesehen. Vorbei war diese erstklassige Möglichkeit für die Langnauer. Als alles auf ein gerechtes Remis hinauslief, sorgte der eingewechselte Stucki in der Nachspielzeit im Stile eines Vollstreckers per Kopfball für den Last-Minute-Treffer für die Oberaargauer. Es war gleichbedeutend das Game-Winning-Goal für den FCR und somit der Schlusspunkt einer attraktiven Partie.

 

Fazit

Die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer kamen in den Genuss einer höchst unterhaltsamen Partie, die von ansehnlichen Offensiv-Fussball, harten aber fairen Zweikämpfen, individuellen Aussetzern und leider auch von einem unglücklich agierenden Referee geprägt war. Ein 2:2-Remis hätte dem Spielgeschehen wohl eher entsprochen, der Sieg der Roggwiler ist aber weder gestohlen noch unverdient. Die Oberaargauer hatten das Wettkampfglück an diesem Tag auf ihrer Seite, während der FCL in der Defensive zu viele Geschenke machte und in der Offensive erstklassige Torchancen ausliess. Die gezeigte Leistung stimmt aber für die kommende Aufgabe zuversichtlich. Das Team von Reto Flückiger tritt am nächsten Samstag, 14. Oktober um 17 Uhr beim FC Herzogenbuchsee an. Ein Spiel, das ähnlich viel Spannung verspricht wie das Spitzenduell gegen den FCR.

 

Telegramm: FC Langnau – FC Roggwil 2:3 (1:2) 

Moos. – 200 Zuschauer.

Tore: 3. Pascale 0:1. 17. Gashi 1:1. 35. Marquez 1:2. 51. Peverelli 2:2. 90+2. Stucki 2:3.

Langnau: Künzi; Roth, Stalder, Peverelli, Cavallaro, Hug, Sopa, Heiniger (75. M. Hofer), Gashi, Reber, Stadler (75. Marquart).

Bemerkungen: Langnau ohne B. Hofer (verletzt), Niederhauser, Ramseier, Haldemann und Beutler (alle abwesend).

Agenda

Datum
Anlass
27. / 28. Januar 2018 Schüler Hallenturnier
16.02.2018 Essen für Freunde
Frühjahr bis Herbst 2018 Schulsport
Mai / Juni 2018 Moos Cup
7. - 13. Juli 2018 Feriensportlager

News

Neue Vereinsausrüstung

Ab sofort kann die neue Vereinsausrüstung (Serie Goal von Uhlsport) im Schuhmarkt am Hirschenplatz bei Wenger Bernhard und seinem Team anprobiert und bestellt werden.

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Der neue Flyer ist noch in Arbeit und wird im Verlauf des Monats auf der Homepage aufgeschaltet. 

Langnau, 22.11.2017

Die 1. Mannschaft überwintert im Cup

 mit einem 4:7 Sieg gegen Ägerten Brügg 3. Liga
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Vakante Funktionen/Ämter

Sportkommission: Junioren-Obmann; Kifu-Verantwortlicher; Trainer; Schiedsrichter

Baukommission: Chef der Baukommission

Infos zu den Aufgaben erteilt gerne Uele Neuenschwander unter 078 633 63 78 oder info@fclangnau.ch.


Aktionen FC Langnau

Unter diesem Link schalten wir aktuelle Angebote für Fussballer und Fussballerinnen und den FC Langnau auf.

 

Neuste Spielberichte

Vereinsbekleidung

Vereinsbekleidung

Der FC Langnau wird noch dieses Jahr auf die Uhlsport Serie "Goal" umstellen. Weitere Infos folgen im Verlauf des Novembers. Das Material wird wie gewohnt im Schuhmarkt am Hirschenplatz an der Viehmarktstrasse 1 bestellt werden können.

Fussballschuhbörse

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Fussballschuhbörse bei LaKiLu

Es freut uns ausserordentlich, dass wir nun endlich eine Lösung für gebrauchte und zu klein gewordene Kinder-Fussballschuhe gefunden haben. Ab sofort nimmt der Kinderkleider Secondhandladen an der Dorfstrasse 5 in Langnau Fussballschuhe entgegen. Die Fussballschuhe werden in Kommission genommen und bei erfolgtem Verkauf gehen 50% an den Besitzer. Die Verkaufspreise bewegen sich zwischen 20 und 30 Franken. Grössen 19 - 40. Mehr Infos auf der Webseite www.lakilu.ch

Aktuelle Spiele FC Langnau

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