Ein erfreuliches «Déja-vu» für die 1. Mannschaft des FC Langnau

Mit einem 3:0-Derbysieg über den Lokalrivalen FC Zollbrück hat die 1. Mannschaft des FC Langnau das Fussballjahr 2018 abgeschlossen. Zeit für einen (ausführlichen) Rückblick über ereignisreiche Monate in der Langnauer-Fussballwelt:

 

Saisonstart: Den «Fast-Aufstieg-Blues» in den Füssen

Blicken wir an dieser Stelle nochmals kurz auf die abgelaufene Spielzeit 17/18 zurück: Die Oberemmentaler konnten bereits vorzeitig den Gruppensieg feiern und erreichten die Barrage-Spiele um den Aufstieg in die 2. Liga. Gegen ein effizientes FC Bosporus Bern konnte der FCL dann nicht mehr sein Leistungsniveau anknüpfen und scheiterte unglücklich, wenn auch resultatmässig klar mit einem Gesamt-Score von 2:5 (0:2 / 2:3).

Mehr als entschädigt wurden die Langnauer Gemüter aber durch den Sieg im Berner Cupfinal gegen den 2. Ligisten FC Nidau. Für die meisten Amateur-Fussballer dürfte ein Cup-Sieg eine einmalige und somit unvergessliche Angelegenheit sein. Nach einer langen und kräftezerrenden Saison und einer dementsprechend kurzen Vorbereitungsphase startete man in die neue Saison 18/19. Mit zwei Siegen (Zollbrück auswärts & Oberburg zuhause) gelang der Saisonauftakt zumindest resultatmässig ideal, doch gefestigt und souverän wirkten die Langnauer Auftritte nicht. Bereits eine Woche zuvor scheiterte man als Titelverteidiger unerwartet früh im Berner-Cup (2. Runden-Aus gegen Orpund). Und siehe da, nach vier gespielten Partien standen die Oberemmentaler noch immer bei 6 Punkten. Eine völlig ungenügende Leistung gegen Shiqponja (0:2) und eine unglückliche Partie zuhause gegen Koppigen (0:1) holte die hochgeflogene Langnauer Mannschaft unsaft auf den Boden der Realität zurück.

 

Das «Schicksal-Spiel» gegen Utzenstorf

Es mag etwas weithergeholt klingen, aber das 5. Saisonspiel sollte für den FC Langnau zu einem «Schicksal-Spiel» werden. Zu diesem Zeitpunkt lag man gegenüber dem Leader Roggwil bereits 6 Punkte im Hintertreffen, bei einem neuerlichen Punktverlust oder einer Niederlage hätte man sich in der Tabelle klar nach hinten orientieren müssen. Um es vorweg zu nehmen: Soweit sollte es nicht kommen. 4:1 lautete das Schlussverdikt. Es war rückblickend keine Gala-Vorstellung der Flückiger-Elf, aber eine Leistung, die in dieser Liga vonnöten ist, will man zumindest ein Wörtchen um den Gruppensieg mitreden: Leidenschaft, Emotionen, Aggressivität, Zweikampf- und Laufbereitschaft zeichneten die Langnauer an diesem Tag aus. Die dringend benötigte Reaktion war Tatsache. Und: die Mannschaft hat in diesem Spiel Charakter beweisen.

 

Der «Dosenöffner» in Roggwil

Und plötzlich ist die Geschichte dieser Vorrunde relativ schnell erzählt. Nach dem eminent wichtigen Sieg gegen Utzenstorf setzte es in Langenthal ein torloses Remis ab, was aber aufgrund einer starken Leistung und den gleichzeitigen Punktverlusten der Konkurrenz positiv bewertet werden konnte. Klar war aber auch, dass die «grossen Namen» dieser Gruppe erst noch bevorstehen würden. Gegen ein kampfstarkes Aarwangen konnte man sich in der Folgewoche drei weitere Punkte erarbeiten und das Auswärtsspiel beim Tabellenführer Roggwil mit gestärkter Brust in Angriff nehmen. Zwar hielt die Affiche aus fussballerischer Sicht – vor allem aufgrund der katastrophalen Platzverhältnisse im Bossloch – kaum was sie versprach, aus Langnauer Sicht war es trotzdem ein äusserst erfreulicher Besuch im Oberaargau: Peverelli köpfte seine Farben in einem engen Spiel, das eigentlich hätte Unentschieden ausgehen müssen, in der Nachspielzeit zum glücklichen 1:0-Sieg. Viel wichtiger als die drei Punkte war aber die Gewissheit, auch in dieser Saison die stärksten Konkurrenten bezwingen zu können.

 

Der «Super-Lauf» bis zur Winterpause

Plötzlich war das Selbstvertrauen in Takt, die einzelnen Mannschaftsteile funktionierten besser und allen voran in der Defensive stand man in der Folge stabiler. Sieben Tage später konnte mit Burgdorf ein weiterer heisser Anwärter auf den Gruppensieg bezwungen werden. Beim Auswärtsspiel in Schönbühl zog man zwar wiederum einen etwas schwächeren Tag ein, gewann aber trotzdem «irgendwie» dank einem Gashi-Elfmeter mit 1:0. Die beiden letzten Spiele (4:2 in Herzogenbuchsee und 3:0 gegen Zollbrück) des Jahres brachten den Oberemmentalern nochmals sechs Punkte ein.

 

Ein Blick auf die Zahlen

Der FC Langnau überwintert mit 28 Punkten aus 12 Spielen auf dem ersten Tabellenrang. Die Oberemmentaler haben sich ein Polster von 5 Punkten auf den ersten Verfolger Shqiponja erarbeitet, dahinter lauern die beiden punktgleichen Konkurrenten aus Burgdorf und Zollbrück. Mit 24 erzielten Toren (2 Tore / Spiel) bewegt man sich eher im Tabellenmittelfeld, gleichzeitig stellt man aber mit 11 Gegentreffern in 12 Partien die statistisch beste Abwehr der Liga.

 

Ein Blick auf die beteiligten Akteure

Fast geht vergessen, dass der FC Langnau mit etlichen personellen Veränderungen in die Spielzeit 18/19 gestartet ist. Nachfolgend einige Zeilen zu den beteiligten Akteuren:

 

Trainer-Team: Kurnazca nicht mehr «bloss» Quälix, sondern Assistent-Coach

War er in den vergangenen Jahren primär für die abwechslungsreichen und bei Spielern äusserst beliebten Laufeinheiten zuständig, unterstützt Sertac Kurnazca ab dieser Saison den langjährigen Trainer Reto Flückiger in der Rolle als Assistent-Coach. Ein Personalentscheid, der sich eindeutig positiv auf die Mannschaft ausgewirkt hat.

 

Defensive: Gewichtige Abgänge ja – aber die «Neuen» (und Alten) überzeugen

Langjährige Leistungsträger wie Thomas Ramseier und Damian Cavallaro standen Übungsleiter Reto Flückiger aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Auch der Newcomer der letzten Saison, Janis Stalder, verabschiedete sich für einen einjährigen Auslandaufenthalt aus dem Emmental. Mit Martin Künzi fiel weiter der letztjährige Stammkeeper verletzungsbedingt längerfristig aus. Besonders die Defensive musste somit stark umgebaut werden. Mit Manuel Hänni und Neuzugang Fabian Bahr (kam vom FC Konolfingen) bildeten in der Vorrunde ein 16-, resp. 21-jähriger das statistisch stärkste Innenverteidiger-Duo der Liga. Als Back-up steht mit David Beutler nach wie vor ein äusserst erfahrener und zuverlässiger Innenverteider im Kader, der in seinen Einsätzen stets fehlerfrei agierte. Auf den Aussenverteidiger-Positionen haben mit Janick Roth und Herschel Ranjan zwei letztjährige Ergänzungsspieler den Sprung in die ersten 11 geschafft und dem routinierten Reto Haldemann den Stammplatz strittig machen können. Mit Christian Lehmann kehrte nach langwieriger Verletzungspause ein äusserst starker Aussenläufer ins Team zurück und drängt nun auf mehr Einsatzzeit. Das der FCL über ein überdurchschnittlich gutes Torhüter-Duo verfügt (analog SCL Tigers), war den Beobachtern bereits in der abgelaufenen Spielzeit klar. Durch die Verletzung Künzis etablierte sich der 20-jährige Joel Ritschard als Nr. 1 zwischen den Pfosten. Als Penalty-Killer bereits seit dem Berner Cupsieg im Vorjahr beim Gegner gefürchtet, steigerte sich der Linksfuss – wie die gesamte Mannschaft – im Verlaufe des Herbstes und war der erwünschte Rückhalt. Weil auch Ritschard von der Verletzungshexe nicht gänzlich verschont blieb, hütete mit Matthias Baumgartner ein «alter Bekannter» während zweier Partien das Gehäuse. Der Rückkehrer aus Escholzmatt zeigte in beiden Spielen eine tadellose Leistung und verhalf der Mannschaft zu zwei Siegen aus zwei Partien.

 

Mittelfeld: Die «jungen Wilden» setzen die Routiniers unter Druck

Auch bei der Besetzung der Mittelfeldpositionen musste aufgrund des temporären Abgangs von Julian Hug (Ausland-Semester) umgebaut werden. Der letztjährige Innenverteidiger Florian Peverelli rückte eine Position auf seine ursprünglich angestammte Position als Nr. 6 nach vorne, Stefan Heiniger und Simon Reber nahmen im Mittelfeld die etwas offensiveren Rollen ein. Mit den «jungen Wilden» Luca Hodel und Florian Niederhauser verfügen die Oberemmentaler im Mittelfeld weiter über zwei äusserst interessante Spieler, die in dieser Saison nochmals einen grossen Schritt in ihrer Entwicklung haben machen können. Da Mittelfeldspieler bekanntlich mal ganz weit vorne und dann wieder weit hinten agieren, gehören auch die «Allrounder» Michael Meier, Luca Heldner und Christoph Hulliger in diese Kategorie. Zwar selten im Mittelpunkt stehend, sind sie trotzdem äusserst wichtige Bestandteile dieser Mannschaft.

 

Angriff: Die «Doppeladler-Crew» (im positiven Sinne) als offensive Lebensversicherung

Die wohl am wenigsten «über den Haufen geworfene» Abteilung in der Langnauer Mannschaft betrifft die Offensive. Während die Schweizer Nationalspieler Shaqiri und Xhaka während der WM in Frankreich eher mit dem «Doppeladler» als mit fussballerischen Glanzstücken auf sich aufmerksam gemacht haben, glänzte das Langnauer Offensiv-Trio Gashi-Sopa-Krasniqi auch im Herbst 18 mit Toren, Vorlagen und schwindlig-gespielten Abwehrspielern. Keine Frage, die drei Angreifer harmonieren nicht nur sprachlich, sondern vor allem auch fussballerisch auf dem Rasen miteinander. Nebst den drei Offensivkünstlern darf – gerade im Emmental – das Fussballhandwerk nicht zu kurz kommen: Der pfeilschnelle Mathias Kipfer hat den Sprung in eine höhere Liga (kam vor einem Jahr vom FC Trubschachen) durch starke Leistungen auf Anhieb geschafft, Marcel Stadler machte nicht nur durch ein Traumtor gegen Utzenstorf auf sich aufmerksam, sondern war auch in anderen Spielen ein verlässlicher Offensivakteur. Und in Person von Benjamin Hofer verfügt der FCL über einen «Fussball-Arbeiter» Sondergleichen in seinen Reihen.

 

Ausblick: Wohin des Weges?

Erst in etwas mehr als vier Monaten, am 23. März 2019, steht die Equipe von Reto Flückiger zum Rückrundenauftakt in Utzenstorf wieder für einen Ernstkampf auf dem Rasen. Ab Januar beginnt die intensive Vorbereitungsphase, in welcher das Hauptaugenmerk auf die Physis gelegt wird. Nebst Laufeinheiten stehen wiederum regelmässige Trainings und diverse Testspiele auf dem Kunstrasen in Burgdorf auf dem Programm. Anfangs März werden in einem 4-tägigen Trainingslager im Schwarzwald, in welchem sowohl die fussballerische als auch die kameradschaftliche Komponente nicht zu kurz kommen werden, die letzten Feinabstimmungen vorgenommen.

Fest steht: Der Tabellenrang 1 zur Winterpause ist eine erfreuliche Momentaufnahme. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Die Langnauer sind gut beraten, während den kalten Wintermonaten ihre Hausaufgaben seriös zu erledigen und pünktlich zum Rückrundenauftakt bereit zu sein. Bekanntlich kann im Sport alles sehr schnell gehen: Verletzungen und Sperren sind ein Teil des Geschäfts und gehören dazu. Von wesentlich grösserer Bedeutung ist aber, ob es der Mannschaft gelingt, auch in der Rückrunde die nötige Einstellung, die Leidenschaft, den Hunger und den Biss an den Tag zu legen, damit erfolgreicher Fussball gespielt werden kann. Gerade in sportlich erfolgreichen Zeiten gilt es demütig zu bleiben und den Fokus nicht zu verlieren.

 

Herzlichen Dank an alle, die in irgendeiner Form an diesem erfolgreichen Fussballjahr 2018 mitgewirkt haben.

Florian Peverelli, Captain 1. Mannschaft

Agenda

Datum
Anlass
26. und 27. Januar 2019 Schüler Hallenturnier
22. Februar 2019 Essen für Freunde
25. März 2019 Trainerabend Theorie und Praxis
Frühling bis Herbst 2019 Schulsport 
8. Mai 2019 Credit Suisse Cup
2. Q. 2019 Moos Cup
6. bis 12. Juli 2019 Feriensportlager

News

34. SchülerInnen - Hallenfussballturnier FC Langnau

Samstag, 26. und Sonntag, 27. Januar 2019

Prospekt (PDF)

Anmeldung (PDF)

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Engagement im Verein

Infos zu vakanten Aufgaben erteilt gerne Uele Neuenschwander unter 078 633 63 78 oder info@fclangnau.ch.


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Vereinsbekleidung

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Der FC Langnau rüstet seine Mitglieder mit der Serie "Goal" von Uhlsport aus. 

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Das Material kann wie gewohnt im Schuhmarkt am Hirschenplatz an der Viehmarktstrasse 1 bestellt werden.
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